Zusammenhang zwischen Risiko und Ertrag

«Wer nicht wagt, der nicht gewinnt» heisst es im Volksmund. Damit wird klar ausgedrückt, dass Rendite und Risiko eng miteinander zusammenhängen. Wer mehr Ertrag anstrebt, muss auch das erhöhte Risiko einer Wertminderung in Kauf nehmen. Von Aktienfonds wird z.B. langfristig eine deutlich höhere Rendite erwartet als von Obligationenfonds. Die kurz- und mittelfristigen Wertschwankungen sind jedoch auch markant höher.

Risiko wird, anders als im alltäglichen Sprachgebrauch, wertneutral verwendet, weil sich die Kurse nach unten und oben bewegen können. Unter Risiko wird also das Ausmass der Kursschwankungen einer Anlage nach unten und oben verstanden. Je intensiver die Schwankungen sind, desto höher ist das Risiko. Die Begriffe «Risiko», «Gesamtrisiko» und «Volatilität» bezeichnen allesamt die gleiche statistische Kennzahl, welche die historischen Kursschwankungen einer Anlage in Prozenten ausdrückt.

Zusammenhänge zwischen Risiko, Ertrag und Anlagehorizont

Einzelne Fondskategorien sind geringeren Wertschwankungen ausgesetzt und auf regelmässige Ertragsausschüttungen (aus Dividenden oder Zinszahlungen) ausgerichtet. Andere dagegen sind risikoreicher und legen den Schwerpunkt auf Kursgewinne. Der Zusammenhang zwischen Risiko, Ertrag und Anlagehorizont ist in der Welt der Anlagen ausserordentlich wichtig und häufig Gegenstand von Untersuchungen.

Deren Erkenntnisse können folgendermassen zusammengefasst werden:

  • Je mehr Risiko ein Anleger eingeht, desto mehr Ertrag darf er bei entsprechendem Anlagehorizont erwarten bzw. je mehr Ertrag ein Anleger will, desto mehr Risiko muss er bereit sein einzugehen.
  • Je höher das eingegangene Risiko ist, desto weiter sollte der Anlagehorizont sein bzw. je weiter der Anlagehorizont ist, desto mehr Risiko kann ein Anleger eingehen.
  • In der Regel bergen Aktien einerseits mehr Risiko als Obligationen und Obligationen mehr Risiko als Geldmarktinstrumente. Anderseits bringen Aktien langfristig mehr Ertrag als Obligationen und Obligationen mehr Ertrag als Geldmarktinstrumente.

Unter Ertrag wird im weitesten Sinne verstanden, «was eine Anlage
einbringt». Es kann sich sowohl um Zins- und Dividendenerträge
als auch um Kursgewinne handeln.

Die Rendite eines Anlagefonds ist zudem immer auch vor dem
Hintergrund der allgemeinen Börsenverhältnisse zu sehen, von
denen er sich nicht abkoppeln kann.

Ertrag Anlagefonds bringen dem Anleger marktkonforme Erträge ein.
Sicherheit Die breite Streuung der Anlagen (Diversifikation) und das professionelle Fondsmanagement bieten dem Anleger in der von ihm gewählten Anlagekategorie eine Risikoverteilung.
Liquidität Die Anteile von Anlagefonds können jederzeit zum aktuellen Wert an den Fondsanbieter zurückgegeben und somit in flüssige Mittel umgewandelt werden.


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